Bericht: Marokkotour 2008 4×4-Club Leipzig

Nach mehreren Urlauben in Osteuropa waren wir 2008 mit unserem 4×4-Iveco wieder mal in Nordafrika. Vor 12 Jahren waren wir auch schon in MA.

Wetter
Das Wetter war 2008 außergewöhnlich schlecht. In 3 Wochen hatten wir 3 Tage ohne Regen, die Temperaturen lagen zwischen 1°C und 26°C. Marokko litt im Herbst 2008 unter sehr viel Regen und Unwetter. Es gab laut dpa 50 Tote. Die Infrastruktur des Landes ist nicht auf viel Regen eingestellt.

An- und Abreise
Von Mitteldeutschland sind es ca. 1500km und damit 2x10h Fahrt bis Sete. Je Strecke sind es ca. 100,-€ Maut für ein Womo mit 3m Höhe.

Nervig ist, dass die meisten Franzosen nicht bereit sind, andere Sprachen zu sprechen. Nicht mal die jungen Bedienungskräfte in amerikanischen Schnellrestaurants sprechen Englisch.

Fähren

„Marrakech“
Alles an Bord ist abgenutzt und sehr schmuddelig, auch die Kabinen! Das Personal in den Restaurants und das Essen ist aber ok. Die Toiletten funktionieren nicht besonders gut…

„Marrakech Express“
Die Fähre ist etwas moderner als die „Marrakech“. Die Kabinen sind etwas besser. Das Personal in den Restaurants und das Essen ist aber nicht ok. In den Bars sind die Sitzmöbel speckig und verschlissen.

Hektik, Gezetere und Streit gab es jedes Mal beim Verlassen des Schiffs. Jeder Araber will der Erste sein, egal wo sein Kfz im Schiff steht.

Fähren einer anderen Gesellschaft fahren heute von Genua nach Tanger in den neuen Fährhafen.

Ein- / Ausreise und Grenzübergänge

Sete
Die Fähre fährt nicht mehr wie vor Jahren vom Quai du Maroc, sondern vom Gare Maritime Orsetti am Place Mangeot. Es gibt einen Imbißstand im Wartebereich. Nur 5 4×4-Kfz sind nach Tanger mitgefahren.
Ausreise: Man muß lange anstehen mit dem KfZ und sich im Fährbüro melden. Für die Polizei- und Zollkontrolle genügt ein kurzer Stop am entsprechenden Container. Womo´s kommen als letzte in den Kutter.
Einreise: Für EU-Bürger nur kurzer Stop am Polizei- und Zoll-Container. Es waren nur 6 od. 7 4×4-Kfz auf der Rückfahrt an Bord.

Tanger
Einreise: An Bord muß man sich bereits während der Überfahrt an Bord der Fähre an 2 Schreibtischen anstellen und Zettel ausfüllen usw. Bei der Ankunft in Tanger ist es für EU-Bürger einfacher, ca. 30 Minuten braucht man gesamt. Man muß in die obere Etage des Abfertigungsgebäudes für einen Stempel und unten auf dem Hof viele Unterschriften auf Zetteln sammeln.

Ausreise: Man muß sich in den Zollhallen anstellen, es ist besser organisiert als in Sete. Es gibt einen guten Imbißstand. Man muß sich bei der Grenzpolizei in einer der Hallen ca. 1h anstellen.

Campingplätze

D:
Campingplatz „Gugel“ in Neuenburg am Rhein: Dieser ist sehr gut und sehr sauber. Die Gaststätte ist sehr gut. Für die Anreise D-F-MA ist in D dieser Campingplatz sehr zu empfehlen.

www.camping-gugel.de

F:

Sete
In der Region ist es im angegebenen Zeitraum sehr schwierig einen geöffneten Campingplatz zu finden. Wir haben auf einem Campingplatz in Agde in der Rue de Marseillan übernachtet. Dieser war gut und hatte saubere Sanitäranlagen mit warmem Wasser.

MA:
Bis auf die Campingplätze in Fes, Ouarzazate und Tanger waren alle in einem sehr gutem bis gutem Zustand mit warmen Duschen. Die Angaben im Internet und Reiseführern stimmen nur zu ca. 2/3!

Moulay-Bousselham N 34°52.557` W006°16,821
Camping Flamants Liosirs befindet sich nicht weit entfernt von der A1, auf dem Weg von Tanger nach Rabat. Er ist sehr sauber, hat warme Duschen und ist ideal für die Durchreise. Entgegen der Infos im Internet bzw Reiseführern gibt es keinen offenen Laden, Pool oder Restaurants.

Es waren nur noch 2 Womo´s aus F auf dem Platz.

Marrakesch “Le Relais” N 31°42,408` W007°59,407`
Ein sehr guter Campingplatz, in der Nähe der Einfallstraße von der Autobahn. Die Zufahrt ist etwas schwierig und am einfachsten mit GPS zu finden. Der hintere Teil ist unaufgeräumt. Das Restaurant und Essen ist sehr gut, Gerichte wie Couscous und Tajine müssen jedoch 1 Tag vorher bestellt werden. 3 Übernachtungen mit 3 Personen und Womo kostete 270Dh, das Abendessen inkl. Getränke kostete ca. 350…400Dh für 3 Personen, die Wäsche waschen 60Dh, das Taxi ins Zentrum 60Dh (von der Campingplatzrezeption organisiert), das Taxi vom Zentrum zum Campingplatz 80…100Dh. Entgegen Infos in Internet und Reiseführern spricht das Campingplatzpersonal wenig Englisch und kein Deutsch.

www.lerelaisdemarrakech.com

Ourzazate N 30°55,375´W006°53,192´
Der Campingplatz ist relativ klein und war mit 37 Fahrzeugen eigentlich voll. Kosten: 71Dh/d.
Die Sanitäreinrichtungen sind schon etwas verschlissen. Am Morgen wird der Müll des Campingplatzes vor dessem Tor verbrannt und das stinkt dann.

Agdz N 30°42,692` W006°26,806´
Die Stellplätze des Campingplatzes „Camping La Palmeraie“ waren alle kpl. unter Wasser. Die Besitzerin spricht sehr gut Deutsch und hat sich sehr bemüht. Entgegen den Reiseführerbüchern ist die Piste zum Campingplatz alles andere als gut! Für Womo´s mit geringer Bodenfreiheit und langen Überhängen ist die Piste nicht zu empfehlen. Dies kann sich jederzeit verbessern.

Zagora
Der Campingplatz „Les Jardins de Zagora“ ist ein sehr guter, schöner und sauberer Campingplatz mit warmen und sauberen Duschen. Der Campingplatz liegt sehr zentral und doch sehr ruhig. Man ist in 5 Minuten zu Fuß im Stadtzentrum. Da die Furt in Agdz zerstört war, waren nur 3 Kfz auf dem Campingplatz. Die Kosten betrugen kpl. 640 Dh für 2 Übernachtungen für ein Womo und 3 Personen inkl. 2x Abendessen im Restaurante mit Menüs mit Couscous, Tajine, Wein, Bier usw.

Der Campingplatz befindet sich links vom Hotel Tinsouline (wenn man davor steht) am nordöstlichen Ende der Avenue Hassan II.

Skoura N 31°03,001` W006°34,000`
Der Campingplatz liegt nördlich der Hauptstraße in einem Qued und war durch die Unwetter beschädigt. Es gibt sehr lästige Mopedscouts.

Kelaat
Der Hotelkomplex „Ksar Kaissar“ liegt nördlich der Hauptstraße und hat einen sehr schönen Wohnmobil- und Wohnwagenstellplatz mit sehr schöner Aussicht. Der Platz ist terrassenartig angelegt, und die Stellplätze sind mit Sonnenschutz ausgestattet. Der Platz liegt 1470müNN. Die Sanitäranlagen und der Pool sind sehr sauber. Das Hotel hat sehr schöne Zimmer und war jedoch nicht belegt. Das Restaurante hatte nicht geöffnet.

Die Existenz des Campingplatzes „Mgoun“ kann nicht bestätigt werden.

Goulmima
Ein Campingplatz Piscine liegt direkt im Zentrum und ist sehr einfach ausgestattet. Die Zufahrt befindet sich von Tinerhir kommend ca. 50m links nach dem Abzweig nach Touroug und Erfoud. Der Campingplatz war leer, die Sanitäranlagen ausreichend sauber und der Pool nicht gefüllt.
Ein zweiter Campingplatz ist nur mit Fahrzeugen bis ca. VW T5 – Größe befahrbar.

Merzouga N 31°04,734` W004°00,630`
Es waren in Merzouga einige sehr lästige Mopedscouts unterwegs. Wir haben den südlichsten Campingplatz in Merzouga „Les Portes du Desert“ gewählt. Der Platz ist sehr schön direkt an den Dünen gelegen und sehr sauber. Wie immer waren sehr wenige Touris unterwegs, außer uns war nur noch ein Patrol aus F auf dem Campingplatz.

www.lesportesdudesert.com

Midelt N 32°45,114´ W004°55,116´
Nördlich von Midelt liegt auf einem Hochplateau rechts an der Straße der Campingplatz „Timnay“. Die Stellplätze sind parzelliert unter Bäumen und die Sanitäranlagen sind sehr sauber. Das Restaurante ist sehr gut. Der Platz war ziemlich voll mit geführten Womo-Touris aus F und NL. Auf Grund der Höhenlage und der Jahreszeit war es sehr frisch.

Fes N 33°59,162` W005°01,122`
Der Campingplatz „Diamant Vert“ gehört zu einem Freizeitbad. Die Angaben in Reiseführerbüchern und im Internet zur Sauberkeit auf diesem Platz, stehen im krassen Gegensatz zu den tatsächlichen Bedingungen! Das Freizeitbad ist im Gegensatz zum Campingplatz in einem sehr guten neuen Zustand. Die Sanitäranlagen auf diesem Campingplatz waren die schlechtesten die wir auf dieser Reise erlebt haben! Es sind die drittschlechtesten die ich je erlebt habe (die schlechtesten habe ich 2005 auf dem Campingplatz „Olgino“ in St. Petersburg und die zweitschlechtesten 1987 auf dem Campingplatz des Bachkovo-Klosters in den Rhodopen erlebt).

Trotzdem war der Platz gut belegt, man hat ja wenig Alternativen.

Tanger
Der Campingplatz „Miramonte“ hat 2 Zufahrten. Die östliche Zufahrt von der Medina aus ist etwas schwierig zu finden. Von der Toreinfahrt, die auch von großen Womo´s auf LKW-Basis befahren werden kann, geht es in Serpentinen bergab zu den Stellplätzen.

Die westliche Zufahrt war nicht nutzbar, da durch die Unwetter die Straße davor schwer beschädigt war.

Die Sanitäranlagen waren mangelhaft. Das Restaurant u.ä. geschlossen.

Camping Miramonte Tanger, Haupteingang N35°47’28.41’’  W5°49’51.22’’, Zufahrt LKW u. m. Anhänger N35°47’29.09’’  W5°50’00.45’’, von Haupteinfallstraße an Kreisverkehr bei N35°46’53.03’’  W5°49’14.78’’ nach NNW abbiegen

Straßen / Pisten
In Marokko sind die Autobahnen in einem besseren Zustand als in D und hat statt einem Standstreifen einen Sommerstreifen.

Die Autobahn von Casablanca nach Marrakesch ist fertig. Die Maut für die Strecke Tanger-Marrakesch beträgt ca. 100,-€ für ein Womo bis 3m Höhe.

Die Fernstraßen und Landstraßen sind dagegen in sehr schlechtem bis gutem Zustand.

Im Zeitraum 10-11/2008 waren die Pisten durch die Unwetter in einem sehr schlechten Zustand und nur in Gruppen zu bewältigen. Durch den lang anhaltenden Regen waren die Pisten oft weggespült. Ein- und Ausfahrten aus Queds waren weggespült und glichen Steilufern. Nach Aussage einer Gruppe aus D mit Geländewagen, Quads und Enduros waren die Pisten eher extreme Trailstrecken.

Außerhalb der Ortschaften herrscht sehr wenig Verkehr. In den Ortschaften ist wie immer ein wildes Gewusel auf den Straßen. Ganz schlimm sind die Mopeds in Marrakesch.

Einfahrt Todra-Schlucht: Die Straße ist durch Unwetter streckenweise völlig zerstört und nur mit ausreichender Bodenfreiheit befahrbar. Allrad ist hier von Vorteil.

Furt in Agdz: Die Furt ist durch das Unwetter völlig zerstört und nur mit ausreichender Bodenfreiheit befahrbar. Eine neue Brücke ist in Bau.

Die Piste von Erfoud bis Merzouga war auf Grund der Unwetter in der südlichen Hälfte in einem sehr schlechten Zustand und erinnert eher an eine sehr lange Trailsektion aus Beton.

Die Straße R503 ist die östlich Route von Midelt nach Fes. Da auf der westlichen und laut Reiseführerbüchern interessanteren Route bis ca. 1m Neuschnee lag, wählten wir die R503, um die Zuckelei hinter einem Schneepflug, etwa 10 Reisebussen und 5 Womo´s zu vermeiden. Die ersten 50km auf der R503 waren echt nervig. Auf Grund des Straßenzustandes waren max 40-50 km/h möglich. Die nächsten Kilometer bis zum Abzweig nach Ifrane waren dann max 50-60 km/h möglich.

Einkaufen

In den Großstädten wie Tanger, Fes, Marrakesch usw gibt es meist moderne Einkaufszentren der Kette „Marjane“. Bei denen gibt es wirklich Alles was es auch in deutschen Einkaufstempeln gibt. In manchen Großstädten gibt es auch METRO. Dort ist es genau wie in den METRO-Märkten in D. Die Info, dass man in den METRO-Märkten in MA keinen Ausweis benötigt stimmt NICHT! Uns half dann ein Marokkaner mit seiner Karte beim Bezahlen aus. Auch hier ist die Prozedur die gleiche wie in D.

Alkohol gibt’s bei METRO und Marjane.

In den kleineren Orten gibt es genug Einkaufsmöglichkeiten für Brot, Nudeln, Gemüse, Mineralwasser und Cola. Fleisch gibt es auch genug.

In vielen Ländern außerhalb Mittel- und Westeuropas werden die geschlachteten Tiere, wie in MA auch, einfach zerhackt und nicht tranchiert. Da hat man dann jede Menge Knochensplitter im Mund. Zumindest bei Kindern kann dies gefährlich sein. Empfehlenswert ist die Mitnahme von Wurst und Fleisch aus D.

Ortschaften

Marrakesch
Auf dem Platz der Geköpften waren die Gaukler etwas aufdringlich, ungefragt hatte man eine Schlange um den Hals und deren Besitzer forderte dafür 1€. Für ein Foto dann noch 1€.

In Marrakesch´s Medina sind die vielen Mopeds nicht nur nervig, sondern auch bei den engen Gassen sehr gefährlich.

Führer auf dem Platz der Geköpften verlangen für 2,5h 300Dh, was schon unverschämt teuer ist.

Zagora
Zagora ist eine kleine Stadt und durch die Nähe zur Wüste schon touristisch geprägt. Durch die Unwetter waren aber wenige Touristen unterwegs. Auf der Haupteinkaufsmeile sind die Händler manchmal etwas nervig.

Mittwochs ist großer Markttag. Zagora hat einen wirklich sehr großen, interessanten und ursprünglichen Markt. Die Bevölkerung kommt dazu von weit her. Der Markt ist sehenswert.

Tinerhir (Todra-Schlucht)
Gleich am Ende von Tinerhir liegt die Einfahrt zur Todra-Schlucht. Kurz vor der Todra-Schlucht ist die Straße zu Ende, da beschädigt. Hier kann man rechts und links der Straße parken, es gibt einen Wächter mit lustiger Uniform, der Parkgebühren kassiert. Mit Allrad und/oder genügend Bodenfreiheit kann man links von der Straße ins Flussbett einfahren. Das Flussbett bestand aus losem groben Geröll. Da Sedimente zwischen dem Geröll noch fehlten, war der Untergrund nicht fest sondern extrem lose. Für Unerschrockene die sich selbst überschätzen steht gegen Gebühr ein Traktor zur Rettung bereit.

Vor dem Erreichen der Todra-Schlucht liegt links vor einer Brücke das Hotel und Restaurante „Zakar Charif“ ( N 31°33,468´ W005°34,823` ). Hier kann man sehr gut und sehr preiswert essen sowie übernachten.

Erfoud
In Erfoud führte die Furt ca. einen ¾ m Wasser mit starker Strömung. Die Ausfahrt Richtung Merzouga war stark beschädigt. Eine Baumaschine arbeitete aber daran. Es gab hunderte Schaulustige. Nachdem dann ein Einheimischer mit seinem Geländewagen zügig und problemlos durchfahren konnte, sind wir mit unserem 4×4-Iveco auch durchgefahren. Bis kurz vor Merzouga trafen wir dann keine Touris. Am Korallenriff waren wir allein. Es waren auch keine Händler da, die Klimbim-Stände waren verweist.

Merzouga
In Merzouga waren einige nervige und sehr aufdringliche Mopedscouts unterwegs. Durch abdrängen versuchten sie uns zum anhalten zu zwingen und das bei einem 4×4-Iveco. Das war schon lebensmüde und gefährlich für alle Beteiligten.

Fes
Aus meiner Sicht ist Fes viel schöner und interessanter, weil ursprünglicher als Marrakesch! In der Medina gibt es im Gegensatz zu Marrakesch auch kaum nervige Mopedfahrer. Sehr gut essen kann man in der Medina im Restaurante der Familie Berrada 57 Rue Sagha Medina Ex Pharmacie El Achabine.

Tanger
Auf den Haupteinfallstraßen zum Fährhafen von Tanger versuchten afrikanische Jugendliche und Männer bei Stopps an Kreuzungen u.ä. mindestens 4x über unsere Heckleiter auf das Dach unseres 4×4-Iveco´s zu kommen. Dies scheinbar um illegal auf die Fähre zu kommen. Anders lässt es sich nicht erklären, da auf Fahrten aus der Stadt hinaus oder in der Medina niemand auf unser Fahrzeug kletterte. Aufs Dach selbst ist aber keiner gekommen, da unsere Heckleiter ganz oben mit Stacheldraht umwickelt ist.

Heute liegt der Fährhafen außerhalb der Stadt.

Sonstiges
Durch den langen Regen und die Unwetter standen viele Straßen und ganze Ortschaften unter Wasser.

In MA sind Touristen meist mit Womos unterwegs, hauptsächlich aus F. Aber viele Womo-Fahrer hocken meist nur in ihren Fahrzeugen und kommen nur heraus, um den Elektroanschluß zu befummeln oder Frisch- und Abwasser zu ver- und entsorgen.

Es sind viele Womo-Gruppen unterwegs. Der Glaube an den bösen meuchelmordenden Arab sitzt scheinbar tief. Mit einem Kfz, einigen Reiseführerbüchern und mittelmäßigem Selbstvertrauen kann man auch alleine reisen.

Allrader trifft man eher selten.

In Großstädten ist es sinnvoll, in den Innenstädten einen offiziellen Führer zu nehmen. Der hält einem andere selbsternannte Führer, Kinder und Jugendliche vom Hals und der Stadtrundgang ist einfacher und interessanter. Einen offiziellen Führer kann man einfach an der Rezeption für den nächsten Tag bestellen.

Wer sich vor nervigen Händlern schützen will, nimmt eine in MA gebräuchliche schwarze Plastiktüte, stopft etwas Zeitungspapier herein und schon glauben die Händler, dass man schon etwas gekauft hat. Ohne Tüte kann man auch nervigen Händlern erzählen, dass man schon das xtemal in Afrika ist und alle möglichen Orte aufzählen und dass man ja schon alles hat.

Die Essensportionen in den Restaurants sind meist sehr groß.

Es liegt viel Müll herum und es stinkt oft nach brennendem Müll.

Empfehlenswert sind das „Reisehandbuch Marokko“ von Kohlbach, „Marokko – vom Rif zum Anti-Atlas“ aus dem Reise-Know-How-Verlag und „Mit dem Wohnmobil nach Marokko“ aus dem Womo-Verlag.